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Schlicht und einfach war dein Leben,
du hast gesorgt, du hast geschafft,
gar manchmal über deine Kraft.
Du bist befreit von Leid und Schmerz,
nun ruh in Frieden, du gutes Herz.
Mit Traurigkeit im Herzen, aber dankbar für die Zeit, die wir gemeinsam verbringen durften, nehmen wir Abschied von unserem lieben Tata, Schwiegervater, Neina, Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Paten, Herrn
Florian Kurz
* 14. Mai 1970 † 6. Januar 2026
der im Alter von 55 Jahren nach längerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit von uns gegangen ist.
Wir begleiten unseren lieben Florian am Samstag, 10. Januar, um 14.30 Uhr von der Leichenkapelle ausgehend zum Begräbnisgottesdienst in die Pfarrkirche und anschließend zur Verabschiedung auf den Ortsfriedhof von Eyrs.
Eyrs, Tarnell, Laas, am 6. Januar 2026
In liebevollem Gedenken:
deine Kinder Dominik mit Tanja und dein geliebtes Enkele Thomas
Martin mit Lea
Lisa mit Renè
deine Mama Anna geb. Jud
dein Tata Alfred
deine Geschwister Sebastian, Sabine und Annemarie mit Familien
deine Patenkinder Michael und Lukas
auch im Namen aller Verwandten, Bekannten und Freunde
Den Seelenrosenkranz beten wir am Freitag um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche von Eyrs.
Ein besonderer Dank gilt dem gesamten Team vom Gesundheitssprengel Mittelvinschgau, Frau Dr. Susanne Pragal, dem Weissen Kreuz und der Abteilung Palliativ von Martinsbrunn für die liebevolle und fürsorgliche Betreuung.
Statt Blumen auf das Grab zu legen spende man für wohltätige Zwecke.
Lieber Florian,
ich stehe heute hier, um über dich und dein Leben zu erzählen. Aber wie packt man ein Menschenleben in ein paar Zeilen? Was wäre in deinem Sinne gewesen?
Du warst ein Mensch für das Schlichte, Wahrhafte und auch ein wenig für das Traditionelle.
Geboren bist du am 14. Mai 1970 in Mals. Damals gab es dort eine Geburtsstation. Du bist das dritte von vier Kindern der Anna und des Alfred Kurz. Aufgewachsen bist du auf dem Feldhof inmitten der Natur. Du warst ein Sonnenscheinjunge, fröhlich und naturverbunden. Du hast Hasen und Sonnenblumen gezüchtet und schon früh war klar, dass du den elterlichen Hof übernehmen würdest.
Nach einer erfolgreichen Pflichtschulzeit hast du die Fachschule für Landwirtschaft Fürstenburg besucht. Von dieser Zeit hast du gern erzählt, auch von deiner Militärzeit, wo du als Lastwagenfahrer auf dem Tonalepass tätig warst.
Du warst eine Zeitlang aktives Mitglied bei der Volkstanzgruppe Eyrs und hast tatkräftig bei der örtlichen Bauernjugend, deren Obmann du einige Jahre warst, mitgemacht.
Musik war ein fester Bestandteil in deinem Leben. Das Akkordeonspiel, das du in jungen Jahren erlernt hattest, hast du nicht weiter vertieft, aber aus dem Stall erklang immer flotte Musik. Die Kühe auf dem Feldhof fraßen, wiederkäuten und lieferten Milch in Begleitung von aktuellen Songs und alten Kulthits.
Als im Jahr 1990 die Musikkapelle Eyrs gegründet wurde, warst du als Gründungsmitglied dabei und hast über 20 Jahre lang das Tenorhorn gespielt.
Du hast deine damalige Frau Daniela kennengelernt und mit ihr drei Kinder bekommen: Dominik, Martin und Lisa.
Im Jahr 1997 hast du den landwirtschaftlichen Betrieb übernommen und zwei Jahre später habt ihr euer gemeinsames Wohnhaus gebaut. Viele Jahre hast du dich um die Beregnung in Eyrs gekümmert, stets bemüht, es allen recht zu machen.
Florian, du hast dich für die Menschen interessiert, du hattest Geburtstage und Daten von unzähligen Ereignissen jederzeit abrufbar im Kopf. Du warst ein warmherziger, gutmütiger und geselliger Mensch. Allseits beliebt und im Dorf gern gesehen. Regelmäßig hast du dich mit deinen Kollegen getroffen zum Kartenspielen und Ratschen.
Deine Freude war groß, als vor fast drei Jahren dein Enkelkind Thomas geboren wurde, das dich zum Neina gemacht hat. Du hast die materiellen Dinge geregelt und deinen Hof an deinen ältesten Sohn übergeben. Es fiel dir leicht, zurückzutreten und die Jüngeren machen zu lassen. Leider war es dir nicht lange möglich, das Aufwachsen deines geliebten Enkeles mitzuerleben. Die schwere Krankheit hast du seit dem Herbst 2024 mit bemerkenswerter Geduld und Stärke ertragen.
Die letzten drei Wochen hast du zu Hause bei deiner Familie verbracht, bevor du am Dreikönigstag im Alter von 55 Jahren deine Augen für immer geschlossen hast.
War dein Leben zu kurz? Wer kann das beurteilen? Jedes Leben ist richtig, so wie es ist und war. Und jedes Leben hinterlässt Spuren. Auch Spuren in den Gedanken derer, die sich erinnern.
So sind wir heute hier, in der Pfarrkirche von Eyrs zusammengekommen, um deinen Abschied zu zelebrieren. Hier, in dieser Pfarrkirche, wo du als Kind ministriert hast, wo du bei Schülermessen da warst, wo du bei Mitternachtsmetten eingeschlafen bist.
Hier, in dieser Pfarrkirche hast du deine Erstkommunion gefeiert, hier wurdest du getauft. Hier schließt sich der Kreis. Der Kreis deines Lebens.
Pfiati, Florian! Wir tragen dich in unseren Herzen.