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Trauernachrichten aus aller Welt


Andreas Fulterer, Schlagersänger aus Seis am Schlern, hat den Kampf gegen den Krebs verloren. In der Nacht auf Mittwoch, dem 26. Oktober, erlag er im Alter von nur 55 Jahren seiner Krankheit.

27. Oktober 2016 chg

Fulterer war von 1993 bis 1998 Gitarrist und Sänger bei den "Kastelruther Spatzen". Danach startete er eine ebenfalls recht erfolgreiche Solo-Karriere als Schlagersänger. Sein letztes Album „Farbenleer“ veröffentlichte er im Sommer des Jahres 2016.

In etwa zur selben Zeit wurde bekannt, dass Fulterer an Darmkrebs erkrankt war. Im August verabschiedete er sich von der Bühne: Er müsse „aufgrund einer Erkrankung alle beruflichen und künstlerischen Aktivitäten bis auf weiteres zurückstellen“, hieß es damals in einer Mitteilung. Fulterer wurde darin mit den Worten zitiert, dass der „Heilungsprozess jetzt erstmal absolut Vorrang“ habe.

Doch Fulterer verlor den Kampf gegen sein Leiden. Er wurde nur 55 Jahre alt.

Der Abschiedsbrief

Stunden nach seinem Tod wurde auf Fulterers Facebook-Seite ein Abschiedsbrief veröffentlicht:

Meine lieben Freunde!

Ich wende mich heute ein letztes Mal an EUCH.

Leider ist für mich die Zeit gekommen, um mich bei EUCH, meine lieben Freunde, für immer zu verabschieden. Mein Leben neigt sich dem Ende zu und es erfüllt mich mit großem Stolz, Freunde wie EUCH zu haben, die in all den Jahren treu zu mir gestanden sind und mich während meiner künstlerischen Laufbahn so tatkräftig unterstützt haben. Dafür danke ich EUCH von ganzem Herzen!

Dank eurer großartigen Unterstützung konnte ich mein Lebenswerk „Andreas Fulterer mit Band“ vollenden und zum Erfolg bringen. Ich danke EUCH allen, dass ihr mich ein Stück meines Weges begleitet habt.

Meine Seele wird in meinen Liedern und in euren Herzen weiterleben……..

In Liebe und Dankbarkeit

Euer Andreas

Ich bitte um Verständnis, dass meine Familie in dieser schweren Zeit des Abschiednehmens Ruhe braucht.

PS: Ich habe mich über die vielen Genesungswünsche bzw. Geschenke sehr gefreut. Herzlichen Dank!

„Spatzen“ tragen Sarg

Fulterer hatte zuletzt einige Zeit im Palliativzentrum verbracht und war bemüht, den Ablauf seiner Beerdigung selbst zu regeln. Norbert Rier, Sänger der „Kastelruther Spatzen“ erklärte, Fulterer habe seine Ex-Kollegen um ein „letztes großes Abschiedskonzert“ gebeten: Die „Spatzen“ sollten seinen Sarg tragen. Und so war es auch.


7 Bud Spencer verabschiedet sich mit einem letzten "Grazie" Der italienische Schauspieler Bud Spencer ist tot. Er starb am Montag, 27. Juni 2016, im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie. Das bestätigte sein Sohn Giuseppe Pedersoli.

27. Juni 2016 chg

Der italienische Schauspieler Bud Spencer ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Er starb am Montag, 27.Juni, wie sein Sohn Giuseppe Pedersoli in Rom bestätigte. "Er hat nicht gelitten, er hatte uns alle bei sich und sein letztes Wort war "Danke", sagte Pedersoli der italienischen Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Gemeinsam mit Terence Hill war Spencer, den zuletzt gesundheitliche Probleme plagten, nicht nur in Deutschland bei einem Millionenpublikum beliebt.

1929 als Carlo Pedersoli in Neapel geboren, drehte er mit Hill Filme wie "Vier Fäuste für ein Halleluja", "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" oder "Zwei Asse trumpfen auf". Über Jahrzehnte feierte das ungleiche Duo vor der Kamera internationale Erfolge und prägte das Genre des Italo-Westerns in den 60er-Jahren.

Bis zuletzt verband ihn die Freundschaft mit Terence Hill

Auch 50 Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Film "Gott vergibt … Django nie!" verband beide bis zuletzt eine tiefe Freundschaft. "Wir telefonieren oft miteinander", sagte Spencer vor einigen Monaten im Gespräch der dpa. Wenn Hill in Italien sei, komme er stets zum Essen vorbei. "Wir beide lieben die Spaghetti al pomodoro von meiner Frau Maria", so der Neapolitaner.

Von seinen mehr als 120 Filmen machte Spencer nur 17 gemeinsam mit Hill – dennoch wurden die beiden Haudegen vor allem als Duo weltberühmt. "Eifersüchteleien oder Neidgefühle" habe es in der Freundschaft der beiden Kinohelden nie gegeben, schrieb Spencer in seinem Buch "Was ich Euch noch sagen wollte …", das erst Anfang des Jahres in Deutschland erschien. "Unsere Freundschaft war entstanden, bevor wir Könige der Kinokassen geworden waren."

Vor dem Ruhm als Schauspieler war der junge Pedersoli in den 50er-Jahren zunächst als mehrfacher italienischer Schwimmmeister erfolgreich. Sogar bei Olympischen Spielen trat er an. Über Umwege kam er dann zur Schauspielerei.

Zu Deutschland, das er oft besuchte, und insbesondere zu Schwäbisch Gmünd hatte Spencer eine besondere Beziehung: Das dortige Freibad, in dem er als noch Aktiver im Sommer 1951 ins Wasser gestiegen war, trägt inzwischen seinen Namen.

"Bud fliegt gerade zu seinem nächsten Abenteuer"

Die Nachricht über den Tod des beliebten Schauspielers verbreitete sich schnell. Italiens Regierungschef Matteo Renzi twitterte: "Ciao Bud Spencer. Wir haben Dich lieb gehabt."

Auch aus Deutschland kamen betroffene Reaktionen: "Harte Faust, weiches Herz, toller Mensch. Ein Held meiner Kindheit. Ruhe in Frieden Carlo Pedersoli", schrieb Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter.

Nationalspieler Mesut Özil hielt fest: "Thank you for everything! R.I.P. Bud Spencer." Und Linken-Chef Bernd Riexinger meinte: "Gegen seine Kelle half kein Waffenschein. Bud Spencer war einfach ein cooler Typ!"

Seine Familie verabschiedete sich bei Facebook von Spencer mit den Worten: "Bud fliegt gerade zu seinem nächsten Abenteuer".

Auch in Südtirol war Bud Spencer ein großer Kindheidsheld! Ruhe in Frieden! Bud Spencer wird vielen Südtirolerinnen und Südtirolen in Erinnerung bleiben!


Muhammad Ali, die größte Ikone des Boxsports, ist im Alter von 74 Jahren in einem Krankenhaus bei Phoenix gestorben. Ali war seit 1984 an Parkinson erkrankt.

4. Juni 2016 chg

Boxlegende Muhammad Ali ist tot. Nach Angaben seiner Familie starb der frühere Weltmeister im Alter von 74 Jahren in Phoenix im Staat Arizona. Auch sein Sprecher Bob Gunnell bestätigte den Tod auf Twitter. Ali, der seit vielen Jahren an Parkinson litt, war am Donnerstag mit Atembeschwerden ins Krankenhaus eingeliefert worden. "Nach einem 32 Jahre langen Kampf mit der Parkinson-Krankheit ist er von uns gegangen", hieß es in dem Statement.

Der frühere Schwergewichtsweltmeister Ali war am Donnerstag wegen Atemproblemen in eine Klinik in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona eingeliefert worden, im Laufe des Freitagabends verdichteten sich Berichte über eine rapide Verschlechterung seines Zustands. Ali hatte sich in der jüngeren Vergangenheit wiederholt im Krankenhaus behandeln lassen müssen. So wurde er Ende 2014 wegen des Verdachts auf eine Lungenentzündung eingeliefert, die Erkrankung stellte sich später allerdings als Harnwegsinfektion heraus.

"Ali, Frazier und Foreman, wir waren wie ein Mann. Ein Teil von mir ist heute von uns gegangen, der großartigste Teil", schrieb George Foreman, einer von Alis größten Gegnern, bei Twitter. "Gott hat seinen Champion zu sich geholt", schrieb der frühere Weltmeister Mike Tyson.

Ali war seit 1984 an Parkinson erkrankt. 1981 hatte Ali, geboren als Cassius Marcellus Clay, seine Karriere beendet. "The Greatest", dreimal "undisputed champion" aller Verbände, hatte den Boxsport geprägt wie kein Sportler vor oder nach ihm. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wählte ihn 1999 zum Sportler des Jahrhunderts. Alis Boxstil ging in die Geschichte ein, "schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene", lautete das Motto des polarisierenden Sportlers.

Unvergessen sind vor allem seine Jahrhundertkämpfe gegen Joe Frazier und George Foreman. Im "Rumble in the Jungle" am 30. Oktober 1974 in Kinshasa wurde er vom Favoriten Foreman rundenlang schwer getroffen, ehe er den bis dahin in 40 Fights ungeschlagenen K.-o.-König in der achten Runde auf die Bretter schickte.

"Er war größer als der Präsident der Vereinigten Staaten, war der berühmteste Mensch der Welt", sagte Alis einstiger Gegner George Foreman. Ali hatte ein Charisma, das Millionen Menschen faszinierte.

"Parkinson kann mich nicht bezwingen"

Nach seinem Rückzug aus dem Sport trat Ali seltener öffentlich auf, sein soziales Engagement setzte er aber fort. Ali hatte sich besonders für Bürgerrechte und Religionsfreiheit eingesetzt.

Sein vielleicht denkwürdigster Auftritt gelang ihm bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, als er als Überraschungsgast mit zittriger Hand das olympische Feuer entzündete. "Ich habe gezeigt, dass Parkinson mich nicht bezwingen kann", sagte Ali damals, "ich habe gezeigt, dass ich immer noch der Größte bin."

Die Gerüchte um seinen Gesundheitszustand rissen auch in den folgenden Jahren nicht ab: Im Februar 2013 behauptete sein Bruder, dass Ali bald sterben werde. Alis Frau Lonnie wies das entschieden zurück. Bruder Rahman gab zu, nur telefonisch Kontakt zu Ali zu halten.

Aufsehen erregte im Jahr 2014 die Versteigerung von einem Paar Boxhandschuhen, die Ali 1971 im "Kampf des Jahrhunderts" gegen Frazier getragen hatte. Ein anonymer Sammler war bereit, 388.375 Dollar (etwa 290.000 Euro) für das Paar auszugeben. Glück hatten die Handschuhe Ali nicht gebracht, denn den Kampf entschied letztlich Frazier für sich.

"Muhammad Ali hat dieses Land verwandelt und die ganze Welt mit seinem Geist beeinflusst", sagt der langjährige Promoter Bob Arum über den "Größten der Welt": "Sein Vermächtnis wird für immer Teil unserer Geschichte sein."


Susannah Mushatt Jones: Ältester Mensch der Welt gestorben

13. Mai 2016 chg

Sie kam 1899 in Alabama zur Welt: In New York ist Susannah Mushatt Jones gestorben, die bislang älteste Person der Welt. Die neue Rekordhalterin ist eine Europäerin.

Susannah Mushatt Jones, der älteste Mensch der Welt, ist tot. Die US-Amerikanerin wurde 116 Jahre alt, wie unter anderem der US-Sender NBC meldet. Laut Robert Young von der US-amerikanischen Gruppe Gerontology Research Group (GRG) starb Jones am Donnerstagabend in einem Seniorenzentrum im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Sie sei zuvor seit zehn Tagen krank gewesen.

Jones kam im Jahr 1899 in einem kleinen Bauerndorf in der Nähe von Montgomery im Bundesstaat Alabama zur Welt. Sie hatte insgesamt zehn Geschwister und besuchte zunächst eine spezielle Schule für dunkelhäutige Mädchen. Angehörige schreiben ihr langes Leben einem einfachen Grund zu: Sie habe ihre Familie geliebt und sei stets großzügig gewesen.

Jones war seit dem vergangenen Sommer ältester Mensch der Welt. Neue Rekordhalterin ist nun eine Italienierin: Emma Morano ist nur einige Monate jünger als Jones. Sie lebt im italienischen Verbania - und gilt als letzte Person mit einem Geburtstag im 19. Jahrhundert.

Dass das "Guinness Buch der Rekorde" einen nicht in Asien lebenden Menschen als älteste Person der Welt führt, ist eher ungewöhnlich: Eigentlich gilt Japan als das Land der Hundertjährigen. Dort sind inzwischen mehr als 61.000 Einwohner mehr als hundert Jahre alt - rund 21.000 mehr als noch 2010.